Ratgeber

Was sind Siebträgermaschinen?

Was sind Siebträgermaschinen?

Viele Kaffeemaschinen streben danach, ihre Konkurrenten auszustechen, indem sie irgendwie anders aussehen. Siebträger erscheinen dagegen von ihrer Optik her alle identisch zu sein. Aber die Unterschiede liegen in ihren Leistungen und diese können ziemlich erheblich sein. Folgende Kriterien sollten Kaffeeliebhaber bei einer Siebträgermaschine im Auge behalten: das Gewicht, die Größe und Ergonomie, sowie die Art des Griffes, den Ausguss und natürlich das Material. Vor dem Kauf einer Espressomaschine gilt es zu ergründen, wie benutzerfreundlich die Maschine ist. Sie darf nämlich nicht zu schwer zu bedienen sein, andernfalls wird sie Ihnen die Freunde an dem morgendlichen „Muntermacher“ verderben. In einem Siebträger wird das Wasser in einem Boiler erhitzt und über den Wasserkreislauf zum Aufbrühen des Kaffeemehls geleitet. Das Wasser zum Aufschäumen der Milch wird ebenso durch dasselbe System gepumpt. Die Maschine benötigt daher nach dem Brühen eine gewisse Zeit, bis sie für die Dampferzeugung bereit ist. Im Vergleich dazu existieren bei einer Dualboilermaschine zwei separate Kreisläufe, sodass Nutzer zur gleichen Zeit Kaffee brühen und Milch aufschäumen können.

Worauf ist beim Kauf eines Siebträgers zu achten?

Materialien:
Die Espressomaschine muss aus einem langlebigen Material angefertigt sein, denn sie sollte schließlich viele Jahre halten. Eine hochwertige Siebträgermaschine besteht daher in der Regel aus Metall. Kostengünstige Maschinen sind teilweise auch mit Kunststoff ausgekleideten Filtern versehen, die sich im Laufe der Zeit abnutzen können. Edelstahl verschleißt im Vergleich dazu nicht so schnell. Das Material beeinflusst zudem die Wärmeleitung. Die Unterseite des Filters sollte gleich warm sein wie die Oberseite, damit das durchfließende Wasser nicht an Temperatur verliert.

Griffe:
Die Griffe dieser Espressomaschinen sind in der Regel gerade oder abgewinkelt. Abgewinkelte Griffe sind beim Tampen besser, da man besser Druck ausüben kann. Gerade Griffe müssen zum Stampfen angehoben werden.

Ausläufe:
Die Ausläufe von Siebträgern sind entweder einfach oder doppelt. Ihre Funktion besteht darin, den Kaffeefluss zu lenken. Der einzelne Ausguss wird verwendet, um einen Espresso zu brühen. Mit einem Doppelauslauf können Sie zwei Tassen Kaffee gleichzeitig brauen.

Dauer der Brühzeit:
Die perfekte Brühdauer liegt für 2 mal 25 ml Espresso bei zirka 25 Sekunden.

Die Vibrationspumpe und die Rotationspumpe

Bei Siebträgermaschinen gibt es zwei unterschiedliche Pumpsysteme. Die Pumpe sorgt dafür, dass das Wasser über die Brühgruppe in die Tassen geleitet wird und zudem baut sie den nötigen Druck zur Espressozubereitung auf.

Die Vibrationspumpe:
Diese Pumpenart benötigt einen Gegenpol, um den nötigen Druck aufbauen zu können. Beim Siebträger handelt es sich dabei um das gepresste Kaffeemehl im Filterträger. Beim Druckaufbau (9 bis 10 bar) kommt es durch das Schwingen und Vibrieren zu ziemlich lauten „Brummgeräuschen“.

Die Rotationspumpe:
Diese Pumpe ist in der Lage mehrere Brühgruppen gleichzeitig zu bedienen und dabei auch den Druck konstant zu halten. Sie arbeitet mit dem Prinzip der Drehschieberpumpe, sodass auch kein Gegendruck benötigt wird.

Optimaler Kaffeegenuss

Mild oder intensiv, aromatisch und säurearm – Geschmäcker gibt es viele. Welche Zubereitung sorgt für den optimalen Genuss-Moment.

Beliebte Hersteller und Modelle bieten eine Kombination in Sachen Funktionsumfang, Bedienkomfort und Qualität sowie Extras/ Zubehör und Preis-/ Leistungsverhältnis, wie z.B.:

De’Longhi
Sage
Klarstein
WMF
Severin
Lelit

Für den optimalen Espresso-Genuss zu Hause ist bei Siebträgermaschinen der Druck (i.d.R. in „bar“ angegeben) von entscheidender Bedeutung. Der Druck sorgt dafür, dass Öle und andere Bestandteile aus dem Kaffeepulver/ Kaffeemehl herausgelöst werden und sich entfalten können. Gute Siebträgermaschinen sollte einen Druck zwischen 15 und 20 bar erzeugen können, damit ein ausgewogener und aromatischen Espresso damit zubereitet werden kann.
Siebträgermaschinen - Toller Kaffeegenuss mit einer Siebträgermaschine
Tolle Kaffeekompositionen mit einer Siebträgermaschine auf Knopfdruck z.B. mit der DeLonghi EC 685.M (*)

Fazit zur Reinigung von Siebträgermaschinen

Die Siebträgermaschine muss regelmäßig sorgfältig gereinigt werden, wenn Sie einen perfekten Espresso zaubern möchten. Es ist wichtig, dass Sie die Dampfdüse, das Utensil zum Milch aufschäumen nach jeder Nutzung säubern. Das Sieb wird nach dem Aufbrühen entnommen und nach einigen Tassen Kaffee mit einem Tuch abgewischt. Nach jedem Espresso sollten Sie zudem heißes Wasser durchlaufen lassen. Auf diese Weise werden die Kaffeerückstände entfernt. Neben der täglichen Reinigung ist es wichtig, dass wöchentlich eine gründliche Reinigung der Maschine erfolgt. Dazu wird auch der Blindsieb (ohne Löcher) eingesetzt. Er dient zum Rückspülen. Zudem benötigen Sie noch einen Kaffeefettlöser. Mit der Gruppenbürste wird wiederum der letzte Rückstand aus der Brühgruppe entfernt. Der Pflegeaufwand erscheint auf den ersten Blick zwar recht umfangreich. Aber im Vergleich zu einem Kaffeevollautomaten hat die Siebträgermaschine bei der Reinigung die Nase vorn. Sie muss zwar hin und wieder entkalkt werden. Die Brühgruppe müssen Sie zudem von Kaffeeresten und Kaffeeölen befreien. Aber in einem Vollautomat bildet sich Kaffeestaub, den es zu entfernen gilt. Sie müssen zudem den Wassertank und das Milchsystem täglich reinigen. Aber natürlich liefern beide Systeme eine viel bessere Kaffeequalität als eine herkömmliche Filtermaschine.